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    Jyllandsposten

    Valla hakt Meisterschaft ab

    Wie auch in den letzten Saisons, so kommt Esbjerg fB auch heuer nicht richtig zu Potte, wenn die Mannschaft auswärts antreten muß. Der erste Auswärtspunkt läßt immer noch auf sich warten, so daß der Trainer seinem Team schon die Titelreife abspricht und in Bezug auf den aktuellen und künftigen Meistertrainer einige obskure Theorien parat hat, die er exklusiv für Jyllandsposten enthüllt...

    Nach aufopferndem Kampf mußten die Westjüten sich auch beim FC Vestjælland mit 3:4 geschlagen geben. Ein Nackenschlag, der psychologisch noch lange Nachwirken kann. Jetzt ist das Feingefühl des Trainers gefragt, das helfen muß um die Seinen wieder für die anstehenden Aufgaben in drei Wettbewerben aufzubauen. Zunächst aber gibt’s Saures bezüglich der Titelchancen: „Wer Meister werden will, darf sich keinen Ausrutscher erlauben. Außer letzte Saison, da ging das vielleicht. Aber für mich ist Brøndby nun alleiniger Titelfavorit. Sie sind uns schon um sieben Punkte enteilt, wenn man ihnen ein Heimspiel aufrechnet. Unsere einzige Chance besteht darin, sie im jetzt anstehenden Duell zuhause zu schlagen. Auch wenn Zip das anders sieht, aber so sehe ich das.
    A propos Zip, bei SønderjyskE brennt der Baum. Wie es scheint, sind die Erwartungen im Umfeld des Vereins so in den Himmel geschossen, daß Zip Schmitz nun möglicherweise seinem Rauswurf zuvorkommen möchte. Wie ich darauf komme? Man muß nur 1 und 1 zusammenzählen: wieso benutzt Zip plötzlich ein Fremdwörterbuch? Wieso hat er einen Nebenjob als Kolumnist in Schweden angenommen? Und was hat es mit dieser geheimnisvollen Reise nach Lyon auf sich?“
    Fragen über Fragen. Die Antworten bald hier exklusiv in Jyllandsposten!

    Lorenzo Valla (Esbjerg fB) - Eingetragen am 10.03.2010 um 23:00Uhr

    Lachen und Freude in Fredericia

    Nach zwei Saisons, in denen der FC Fredericia hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb und sich frühzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedete, scheint es jetzt viel besser zu laufen: die Mannschaft steht nach einer Serie von überzeugenden Auftritten an der Tabellenspitze der 1. Division.

    Das gelang nicht mit spielerischen Glanzleistungen, aber kämpferisch mit Auftritten, die in einer großen Befreiung endeten und alle, auch das Umfeld, beflügelten. Erwin Kostedde kommentierte in seiner Stammkneipe den Höhenflug seines Vereins folgendermaßen: „Wir haben erstmals seit langem keine neuen Verletzungssorgen mehr, das ist ein gutes Signal für die anstehende Arbeit. Ich verfolge meinen Weg, von dem gehe ich nicht ab. Dass die Arbeit punktuell anschlägt, hilft natürlich. Und ich werde auch weiterhin im Sinne der Sache die Steine umdrehen, um Fredericia voranzubringen.
    Wir dürfen jetzt bloß keine Zufriedenheit aufkommen lassen! Das habe ich der Mannschaft gleich ganz deutlich gesagt. Wir sind froh über die Punkte bisher, aber wir müssen defensiv noch viel sicherer stehen und noch wesentlich intensiver nach vorne spielen.“

    Erwin Kostedde (FC Fredericia) - Eingetragen am 10.03.2010 um 14:31Uhr

    Quadrupelfuge ‚Meisterschaft’

    Erleichtert schien Zip Schmitz, stark angeschlagener Trainer vom Tabellenvorletzten Sønderjysk Elitesport, zu sein, als wir ihn diesmal nicht ob seiner eigenen Situation, sondern des Meisterkampfs wegen interviewt haben. Dass diese beiden Situationen jedoch nichts miteinander zu tun haben, ließ den 04er-Coach dann doch nicht ganz kalt:

    „Die ganze Lage ist beschämend – für meine Spieler, mich und die ganze Entourage; dass wir jetzt medial-platitüdische Mitleidsbekundungen aus Esbjerg übermittelt bekommen, macht die Sache sicher nicht besser.“ Beim Blick nach oben findet Schmitz hingegen freundlichere Worte für den humanistischen Kollegen aus der eine Autostunde entfernten Hafenstadt: „Valla lauert wieder in aussichtsreicher Position; während nämlich Lyngby und Randers vielleicht etwas die Luft auszugehen droht, stehen die Jungs aus Esbjerg gewohnt gut im Saft. Favorit dieses Vierkampfes ist für mich derzeit jedoch Dr. Ficino mit Brøndby IF, die scheinen hungrig zu sein. Ich weiß zudem nicht, was Ficino bei seiner winterlichen Bewerbung beim FC København alles unternommen hat, aber es hatte offensichtlich Erfolg: nicht nur, dass der FCK nicht mal annähernd der Konkurrent der letzten Jahre ist, die Equipe des FCK weigert sich ja sogar, gegen Ficinos Mannen Fußball zu spielen.“

    Zip Schmitz (SønderjyskE) - Eingetragen am 10.03.2010 um 10:38Uhr

    Roskilde will sich etablieren

    Es war allen klar, dass in der ersten Liga ein anderer Wind auf den Spielfeldern herrscht. Ein Durchmarsch wie in der 2.Liga dürfte einmalig bleiben. Und der Verlust des Torjägers Hauke Haien, der einem Angebot des spanischen Klubs Blanes FC nicht widerstehen konnte, wiegt schwer.

    Aber wie sagte Coach nibelunge in einem Interview in guter kurpfälzer Manier in Anlehnung an einen bekannten Trainerkollegen: "Lebbe geht weider". Ziel ist natürlich der Klassnerhalt. <br>"Wir müsse in de Vorrunde erscht mol gucke, wie der Hase laaft unn dann sehe mer weider". <br>In der langen Saison müssen die Kräfte gut eingeteilt werden, kein Hurrafussball. <br>Derzeit spiele die Mannschaft noch etwas unkonstant, siehe das 0:5 letztes Wochenende. <br>Aber die unglückliche Niederlage gegen Bröndby daheim mit 2:3 (2 Gegentore in den letzten 5 Minuten)zeigt, dass die Mannschaften oben durchaus mithalten kann. Und aus der Jugend des Vereins wird demnächst die neue Sturmhoffnung Ole-Tomsen Hansen zum ersten Einsatz kommen

    nibelunge (FC Roskilde) - Eingetragen am 09.03.2010 um 14:13Uhr

    Jylland imod Sjælland

    Jütland gegen Seeland, so könnte man das gegenwärtige Bild interpretieren, das die dänische Superligæn offenbart. Die ersten sechs Teams kommen alternierend jeweils vom Festland oder von der Insel. Erstaunlicherweise findet sich aber der amtierende Meister nicht unter diesen Mannschaften.

    Zip Schmitz` Fußballkolchose SønderjyskE weht ein rauher Ostwind entgegen; die beiden Heimspiele gegen Brøndby und Lyngby gingen verloren. Vizemeister Esbjerg hielt sich dagegen zuhause schadlos, mußte aber eine bittere 0:4-Packung in Herning beim FC Midjylland einstecken. „Die Spiele im Pokal und in der Europa League haben einiges an Kraft gekostet. Trotzdem sollte man sich nicht so bei einem direkten Konkurrenten präsentieren“, so Trainer Valla zur Niederlage. „Wenn sich unser Lazarett lichtet, dann sind wir auch wieder besser in der Breite aufgestellt, sodaß wir Ermüdungserscheinungen bei dem einen oder anderen direkt entgegenwirken können. Was auch besser werden muß, ist das Umschalten von Abwehr auf Angriff. Aber derzeit sehe ich bei uns auch keine Abwehr, von der aus umgeschaltet werden könnte. Die neun Gegentore zuletzt sprechen Bände!
    Für Zip sieht es derzweit nicht rosig aus. Aber Elitesport ist jetzt der Gejagte, ganz klar. Mit dieser Situation müssen sich einige Spieler, die ja vor einiger Zeit noch in der 1. Division kickten, erstmal zurechtfinden.“

    Lorenzo Valla (Esbjerg fB) - Eingetragen am 04.03.2010 um 13:31Uhr

    Tatsache ohne Boden?

    Zuerst die Tatsache: Sønderjysk Elitesport hat sich zwar für die Hauptrunde der ChampionsLeague qualifiziert, in der Liga jedoch drei Niederlagen hinnehmen müssen, davon zwei deutliche zuhause: 1:4 gegen Ficinos Hauptstädter und 4:5 gegen Tabellenführer Lyngby, die den Meister auf Platz 9 abtauchen ließen. Nach drei Tagen ohne Kommentar zeigte sich jetzt ein (wieder?) gelassener Zip Schmitz der Presse:

    „Letztes Jahr haben wir Abstiegskampf geplant und uns nach oben gebissen; dieses Jahr sieht es anders aus: Wir wollten um Europa kämpfen und finden uns im Keller wieder. Auf dem Boden dieser Tatsache müssen wir arbeiten – ohne Nostalgie oder Übermut.“ Auf die Frage nach dem Grund der Talfahrt wiederholt Schmitz die Kritik an den Unkonzentriertheiten seiner Abwehr, fügt aber ebenso hinzu, „dass wir tatsächlich nicht mit einer so großen Motivation unserer Gegner in Hadersleben gerechnet haben. Jetzt wissen wir es und können angesichts dessen vielleicht auch unsere Motivation steigern.“ Ist denn wenigstens die ChampionsLeague ein Trostpflaster? „Mitnichten! Den Grundstein für die Zukunft legt man in der Liga, alles andere ist Überbau.“ Für die Zukunft gibt er denn auch das Ziel aus, in den nächsten Spielen einfach nur mehr Kompaktheit an den Tag zu legen. Sonst könnte die Abwehrschwäche noch ein Fass ohne Boden werden.

    Zip Schmitz (SønderjyskE) - Eingetragen am 03.03.2010 um 21:07Uhr

    Mit dem Start zufrieden

    Nicht unzufrieden zeigt sich Marsilio Ficino mit den ersten beiden ZATs. Der Titelsammler der letzten Saisons startete mit 4 Siegen und 2 Niederlagen in die neue Saison. International ist man dieses Jahr ja nicht vertreten.

    "So haben wir uns den Start in etwa vorgestellt", so Ficino in der letzten Pressekonferenz. "Das einzige Manko sind die Gegentore, vor allem die 4 gegen Randers. Das darf nicht passieren. Wenn wir das nicht schnell abstellen, werden wir unsere Saisonziele erneut verfehlen." Was Ficino enttäuscht hat, war der Auftritt der dänischen Clubs in Europa, vor allem die Leistung des FC Kopenhagen. "Das betrifft die Liga insgesamt. Und wenn man sich eine gute Ausgangsbasis geschaffen hat, ist es ärgerlich, wenn man diese wieder so einfach aufs Spiel setzt".

    Marsilio Ficino (Brøndby IF) - Eingetragen am 28.02.2010 um 22:15Uhr

    Des Meisters neue Kleider

    Sie sitzen noch nicht, die neuen Trikots der Saison 2010-1 von SønderjyskE: Nach den beiden Siegen gegen Midtjylland und København stehen die Mannen von Zip Schmitz zwar erstmal gut dar, aber letzten Endes musste sich der 04er-Coach doch wieder aufregen: Das 4:0 in Horsens ist ihm mal nachdrücklich aufs Gemüt geschlagen. Und auch europäisch muss man sich wohlmöglich Sorgen machen – nach der 1:6-Blamage bei Bodø/Glimt.

    „Unsere Abwehr sollte den Friedensnobelpreis bekommen: Die tun keiner Fliege was zu leide. Wir haben bisher in jedem Ligaspiel mindestens zwei Dinger gekriegt – in jedem Spiel! Mit 17 Gegentoren sind wir mit Vestsjælland und Århus die letzten der Tabelle. Es ist eine Katastrophe. Vielleicht machen wir hinten ganz auf, dann sparen wir die Lauferei nach hinten und das ein oder andere Gehalt. Prämien bekommt jetzt erstmal sowieso keiner mehr, auch nicht unser Schießbuden-Bodø im Tor.“ Mit anderen Worten: Schmitz erklärt seiner Defensive öffentlich den Krieg. Ob dies das richtige Mittel ist? Die Zukunft wird zeigen, ob sich Elitesport am Ende doch noch in seinem Meistergewand sehen lassen kann.

    Zip Schmitz (SønderjyskE) - Eingetragen am 25.02.2010 um 16:46Uhr

    Dämpfer für Dänemark – Valla sauer

    Sechs Spieltage sind in der dänischen Superligæn mittlerweile absolviert, in denen sich Lyngby schon etwas abestzen konnte. Der Rest der Liga sucht noch nach dem Erfolgsrezept, den Gegnern entscheidende Punkte abzuluchsen und sich besser zu positionieren. Esbjerg fB konnte den Platz der Vorwoche halten, ohne dabei besonders zu glänzen.

    „Bisweilen gefällt mir, was die Mannschaft so bietet, wie sie effektiv und kontrolliert spielt, wäre sie bloß nicht so unkonstant. Auswärts ist momentan noch der Wurm drin, wir bringen uns dort irgendwie selbst um den Lohn unserer Bemühungen“, konstatierte Valla. Dieser nüchternen Betrachtung ließ der Trainer ein zorniges échauffement über die Spiele auf internationalem Parkett folgen: „In unserer Gruppe hat sich einiges gegen uns verschworen. Was da abläuft, grenzt fast schon an unlauteren Wettbewerb (Ich kann hier nicht ins Detail gehen). Wir werden alle Mühe haben, die gesteckten Ziele zu erreichen.
    Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist das Auftreten des FC København in der Europa League. Wie kann man nur eine so gute Ausgangslage auf Spiel setzen?? Ich erwarte eine entsprechende Reaktion des Trainers auf dieses apathische Verhalten! C´è inconveniente! Mit so etwas schadet man nicht nur sich selbst, sondern dem ganzen dänischen Fußball.“

    Lorenzo Valla (Esbjerg fB) - Eingetragen am 25.02.2010 um 14:25Uhr

    Viele Tore zum Auftakt

    Furios waren die ersten drei Spieltage der dänischen Superligæn. Ihre königliche Majestät Margarete II. gab sich die Ehre, um am ersten Spieltag in Vestjælland den Meister zu ehren und den Anstoß der Partie FC Vestjælland gegen SønderjyskE auszuführen – das hat dem amtierenden Meister beim Auswärtssieg scheinbar Glück gebracht.

    Dieses verließ Zip Schmitz und seine Männer alsbald, denn mehr als ein Pünktchen sprang für die Südjütländer nicht mehr heraus. Von der Spitze der Tabelle grüßt hingegen Lyngby, die durch einen ökonomisch geprägten Ergebnisfußball die Tabellenspitze erklommen haben.
    Esbjergs Trainer Lorenzo Valla war mit dem schweren Auftaktprogramm seiner Mannschaft durchaus nicht unzufrieden: „Einiges ist noch zu verbessern, ich denke da an die Abwehr allgemein und den Angriff in Auswärtsspielen, aber wenn wir unsere Linie weiter verfolgen, sehe ich frohen Mutes in die Zukunft.“
    Daß der dänische Fußball an Profil gewonnen hat, sieht man auch im europäischen Vergleich: die vier international vertretenen Teams präsentierten sich in erstaunlicher Verfassung und sorgten dafür, daß Dänemark die erfolgreichste Nation der ersten beiden Spieltage war. Darüber gerät Humanist Valla direkt ins Schwärmen: „Aurea aetas sata est! Das goldene Zeitalter ward geboren! Ich habe es in der Vergangenheit schon mehrfach betont und sage es gerne wieder: dem dänische Fußball gehört die Zukunft. Was alle vier Teams unter der Woche geboten haben war aller Ehren wert. Jetzt heißt es: dranbleiben und den Sack zumachen. Dann muß Zip auch in der Champions League nicht mehr so bescheiden auftreten, sondern kann dem dünkelhaften Fußballestablishment die Pappnase zeigen.“

    Lorenzo Valla (Esbjerg fB) - Eingetragen am 17.02.2010 um 14:43Uhr

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